Verladerampe Sperrzeugamt Starkshorn 2024

Bei meiner Geburtstagradtour im März 2024 habe ich diese geschichtsträchtige Fotostelle wieder mal besucht.

Es handelt sich hierbei um die Überreste bzw. Fundamente der ca. 170m lange der Ver- bzw. Umladerampe mit angeschlossenen Gebäude des ehemaligen Sperrzeug-amtes Starkshorn auf der Position 32 U586627 5853526 und war die Schnittstelle zur Bahnstrecke von Uelzen nach Celle.

Ich persönlich habe dieses Objekt im Jahre 2009 zum ersten Mal besucht bzw. für mich entdeckt.

Zu diesen Zeitpunkt stand dieses Objekt noch hinter Zaun einer Schonung.

Das Sperrzeugamt Starkshorn wurde je nach Datenquelle ca. in den Jahren 1937 bis 1941 geplant, gebaut und in Betrieb genommen.


Die Fläche des Sperrzeugamtes gehörte ursprünglich zur Gemeinde Eschede und kam später erst durch einen Flächentausch zur jetzigen Gemeinde Südheide und früheren Gemeinde Unterlüß.


Im Sperrzeugamt wurde Munition und Minen für die Marine hergestellt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden fast alle Bunker (bis auf einen dder mir bekannt und ein zweiter Bunker auf dem oberen Geländeteil) und Gebäude durch die britischen Besatzungssoldaten gesprengt.

Aus diesen Grund ist dieser Bereich auch immer noch bzw. wieder für die Öffentlichkeit gesperrt. Als Grund für die Sperrung wird zur Zeit die Altmunition und restlich mögliche Sprengstoffe, sowie auch Giftstoffe angegeben.


Zwischen 2011 und 2016 fehlten die Warn- und Verbotsschilder an den Zugängen im oberen Bereich der Munitionsfertigung und der untere Bereich mit den technischen Einrichtung ist jetzt als Wildruhezone mit Zugangsverbot gekennzeichnet.

Man hat in den Jahren 2023/2024 angefangen aus Umweltschutzgründen die Bunkerreste abzureißen und hat dabei die Hauptwege und Arbeitsflächen von Munitions beräumt.

Da aber unter den stehenden Baumbestand noch mit Sprengstoffe oder Munitionsreste zu rechnen ist, weil man nach der Aufförstung nach 2. Weltkrieg die Munition nicht entfernt hat, gilt seit dem Sommer 2025 wieder ein strenges Betretungsverbot.


Ich selbst habe auch noch ein paar Fotos aus den Gebiet des Sperrzeugamtes aus dem Jahre 2012 in meinen Archiv.


Weitere Fotos von den Besuchen aus den Jahren 2011 und 2013 sind leider durch eine technische Panne verloren gegangen.


Leider versucht man die Existenz dieser Objekte und deren historischen Bedeutung auch als Mahnmal gegen den Krieg in der heutigen Zeit durch die örtliche Verwaltung vor Ort und den Landkreis Celle zu unterdrücken und damit auch das Bestreben solche Orte langsam in das Reich des Vergessens zu schicken.

Bedauerlicher Weise gibt es bisher weder an der Verladerampe noch an den Grenzen der Sperrzeugamtes Informationstafel über deren Funktion und Geschichte.


Vielleicht wird dies ja in Zukunft nachgeholt, ähnlich wie die Gedenkstätte der Lager für die Fremdarbeiter und KZ-Insassen an der Müdener Straße in Unterlüß.



Die Fotos vom intakten Bunker aus den Sperrzeugamt Starkshorn sind in meinen Blog https://lutterport.de/2025/07/23/intakter-bunker-sperrzeugamt-starkshorn-2025/ sowie https://ruhlerhof.de/2021/08/01/verladerampe-sperrzeugamt-2020/ zu sehen.

Avatar von Unbekannt

Autor: ruhlerhof

Schöne Grüße aus der Südheide. Ich komme aus der Nähe von Celle und wurde in Eckernförde an der Ostsee geboren. Ich hatte schon einmal Blogs unter den Namen neuesvonschlehonie, dergrossearne usw. auf dieser Seite.

4 Kommentare zu „Verladerampe Sperrzeugamt Starkshorn 2024“

    1. Es ist halt einer der unzähligen Lost Places aus dem 2.Weltkrieg in Deustschland.

      Hier in und um Unterlüß herum gibt es einige Stellen die aus umweltschützlichen Gründen zurückgebaut wurden oder nach dem 2.Weltkrieg für den Hausbau freigegben wurden.

      Viele dieser Orte und Gebäude werden nicht extra erkennbar gekennzeichnet.

      Arne Wilhelm

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