Fabrik im Wald

In diesen Blog möchte ich euch einen Fotoschatz von mir aus der Nähe von Schelploh bei Eschede vorstellen.

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Es handelt sich hierbei um ein alten Fabrikfundament mit der Skulptur „Feierabend“ von Edel Klatt aus Celle mit Bachzugang im Wald ca.350 Meter von Bundesstraße 191 zwischen Weyhausen und Eschede auf der Position N52 46.771 und E10 21.770 entfernt.

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An dieser Stelle wurde von September 1888 bis zum Brand im Frühjahr 1904 hier im Auftrag der Farbenfabrik vorm. Friedrich Bayer & Co aus Barmen an der Wupper Diaethylsulfodimetylmetnan hergestellt.

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Zuvor wurde das Produkt in Barmen an der Wupper von Anfang Dezember 1887 bis zur Schließung der Produktion von Amtsseite Anfang April 1888 hergestellt.

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Aufgrund der Geruchsbelästigung bei der Herstellung wurde dieses abgelegene Gelände durch Vermittlung von Schoppe & Stolzenberg vom Vorbesitzer Becker aus Schelploh abgekauft.

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 Dieser war durch seine angespannte wirtschaftliche Lage nicht abgeneigt das Gelände mit Wasserrad am Bach, Sägemühle und einigen weitere Schuppen abzugeben.

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Zum Anfang haben hier mangels brauchbarer Mitarbeiter vor Ort Tagelöhner von Elberfeld hier gearbeitet und gelebt.

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Ende Juli 1888 fing man an die Produktion vorzubereiten und im September 1888 ging die Produkion los, bis die Fabrik im Jahre 1904 abbrannte und aufgegeben wurde.

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Aufgrund der dünnen Besiedlung und Nachrüstung der dortigen Technik wurde hier auch später Merkaptan und Merkaptol hier produziert, wobei das Merkaptol ein Vorprodukt für die weitere Produktion in Eberfeld war.

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Die Informationen für diesen Blog har ich auf der ehemaligen Interseite http://www.magische-orte.de/real-existierende-orte/die-ig-farben-wiese-stinkt-zum-himmel/warum-gerade-schelploh.html gefunden.

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Die Fotos für diesen Blog habe ich im April 2012  gemacht.

PS: Weitere Fotos von diesen Fotoschatz sind in meinen Blog http://ruhlerhof.com/2020/01/08/fabrik-im-wald-2018/ zu sehen.

Nachtrag 01.08.2025:

Zusätzlich sind in meinen Blog https://ruhlerhof.de/2025/08/01/farbfasser-und-damon-des-gestanks-2008-und-2012/ sind Fotos von den beiden anderen Skulpturen „Farbfässer“ von der Lehrter Künstlerin Hildegard Mohn sowie dem „Dämon des Gestanks“ vom 2004 verstorbenen Künstler Tom Reichelt zu sehen, die auch noch zu den Skulpturen an der IG-Farben Wiese gehören.

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Autor: ruhlerhof

Schöne Grüße aus der Südheide. Ich komme aus der Nähe von Celle und wurde in Eckernförde an der Ostsee geboren. Ich hatte schon einmal Blogs unter den Namen neuesvonschlehonie, dergrossearne usw. auf dieser Seite.

3 Kommentare zu „Fabrik im Wald“

  1. Wow. Da habe ich noch nie von gehört. Man kann es ja kaum fassen, wie viel Altlasten hier in der Gegend im Boden schlummern. Ölindustrie. Chemieindustrie. Rüstungsindustrie und dann auch noch Dethlingen. Das alles im Erholungsgebiet in der Südheide…
    Danke für den interessanten Bericht!
    Grüße von Pettersson

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  2. Ja, diese Gegend hat schon ein lange Industriegeschichte und einiges davon ist jetzt schon wieder in Vergessenheit geraten. Zum Glück für diesen Ort wurden hier in der Gegend in den Jahren1999 bis 2001 einige dieser Stellen durch die Magische-Orte-Tour wieder aus der Versenkung des Vergessens heraus geholt.

    Grüße von Arne Wilhelm

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