IG-Farben Wiese Schelploh

Im Juni 2023 habe ich bei meiner Radtour in der Nähe Schelploh wieder mal den Skuplturenpark aus dem Jahre 1999 an der IG-Farben Wiese besucht, die im Rahmen der Erstellung der Magischen-Orte-Tour hier erstellt wurde.

Auf dieser Tour bin ich von der Stenkreuzung Schelploher Stern gekommen und anschließend zum Synthetischen Hirsch in Weyhausen bei Eschede weiter gefahren.

Der Zugang zu diesen Objekt liegt an der Bundesstraße 191 zwischen Breitenhees und Eschese bei Kilometerstand 25,8 und ist durch einen Wegweiser des ADFC am Radweg ausgeschildert.

Als erstes gibt es dort die Skulptur Farbfässer der Lehrte stammenden Künstlerin Hildegard Mohn auf den UTM-Koordinaten 32 U 591081 5848614, die wie der Name schon sagt aus aufgestappelten Fässern in Blau, Rot, Gelb und Grün.

An dieser Stelle wurde von September 1888 bis zum Brand im Frühjahr 1904 hier im Auftrag der Farbenfabrik vorm. Friedrich Bayer & Co aus Barmen an der Wupper Diaethylsulfodimetylmetnan hergestellt. Zuvor wurde das Produkt in Barmen an der Wupper von Anfang Dezember 1887 bis zur Schließung der Produktion von Amtsseite Anfang April 1888 hergestellt.

Aufgrund der Geruchsbelästigung bei der Herstellung wurde dieses abgelegene Gelände durch Vermittlung von Schoppe & Stolzenberg vom Vorbesitzer Becker aus Schelploh abgekauft.

Dieser war durch seine angespannte wirtschaftliche Lage nicht abgeneigt das Gelände mit Wasserrad am Bach, Sägemühle und einigen weitere Schuppen abzugeben. Zum Anfang haben hier mangels brauchbarer Mitarbeiter vor Ort Tagelöhner von Elberfeld hier gearbeitet und gelebt.

Ende Juli 1888 fing man an die Produktion vorzubereiten und im September 1888 ging die Produktion los, bis die Fabrik im Jahre 1904 abbrannte und aufgegeben wurde. Aufgrund der dünnen Besiedlung und Nachrüstung der dortigen Technik wurde hier auch später Merkaptan und Merkaptol hier produziert, wobei das Merkaptol ein Vorprodukt für die weitere Produktion in Eberfeld war. Die Informationen für diesen Blog har ich auf der ehemaligen Interseite http://www.magische-orte.de/real-existierende-orte/die-ig-farben-wiese-stinkt-zum-himmel/warum-gerade-schelploh.html gefunden.

Als zweites steht die Skulptur Feierabend der aus Celler stammende Künstlerin Edel Klatt im Kellerbereich bzw. den noch erkennbaren Fundamenten der ehemaligen Sägemühle auf der UTM-Koordinaten 32 U 591136 5848600 in Form einer Wanne mit dabeiliegenden Waschzeug.

Hiergrund dieser Skulptur ist, das sämtliche Mitarbeiter der Fabrik verpflichtet waren sich zum Feierabend in der Fabrik zu waschen um den aufgenommenden Geruch los zu werden.

Als drittes steht die Skulptur „Dämon des Gestankes“ des 2004 in Celle verstorbenen Künstlers Tom Reichelt auf den UTM-Koordinaten 32 U 591232 5848529 an der Brücke über die Lutter an der Station N10 des Themenweges „WAS(ser) ERLEBEN… …durch Wald am immergrünen Bach“ am Ende des öffentlichen Weges für Radfahrer und Wanderer.

Bei meinen Besuch im März 2025 habe ich festgestellt, das sich im Bereich des alten Fabrikfundamentes einiges positives getan hat aber jetzt die Infotafel bei den Farbfässer nur lose gasteht und die Skulptur abgebrochen am Boden liegt.