Bei der Recherche über interessante Fotostellen bzw. Fotoschätze in meiner Umgebung bin ich auf der Seite https://vergessene-orte.blogspot.com/2013/09/die-quarmuhle.html mit zahlreichen Informationen zu diesen Objekt gestoßen.



Nach einigen Fehlversuchen gab mir dann mein damaliger Nachbar H. Neumann den entscheidenen Tipp über den Standort dieses Objekts.



Es handelt sich hierbei um die Fundamentsreste auf der Position N52 42.888 und E10 12.202 des ehemaligen Ausflugslokal am Quarmbach mit dem dazugehörigen Parkplatz Walcholderhain an der Bundesstraße 191 Kilometer 13,5.



Abgebrannt ist diese Objekt am 28. Juli1983 bevor das Gebäude bereits durch Wandalismus am 6. Dezember schwer beschädigt wurde.



Der letzte Besitzer war seit 1977 ein niederländer Hotelier der dort einen Freizeitpark mit Ferienwohnungen geplant hatte, aber keine Genehmigung für diese Projekt bei der Bezirksregierung Lüneburg bekommen hat.



Ein Weiterverkauft des Objekt ist am Kaufpreis gescheitert.



In den Jahren 1946 bis 1975 wurde an dieser Stelle ein Ausflugslokal mit einer größeren Wasserfläche mit Tret- und Segelbooten betrieben.



Im Februar 1975 ging durch Unachtsamkeit der Staudamm und das dazugehörige kaputt, was dazu führte das die große Wasserfläche verloren ging und langsam zuwuchs.


Vor dem zweiten Weltkrieg, gemäß Celleschen Zeitung wurde hier eine seit 1931 eine Badeanstalt betrieben.


Der Vorgängerbau der auch Quernemoller genannt wurde und die ca. 500 Meter vor der Mündung des Quarmbaches in die Aschau bei Habighorst stand bis er 1870 abgetragen wurde.


Dieses Objekt wurde bereits im Jahre 1438 im Schatzregister der Großvoigtei Celle erwähnt und gehörte zum Rittergut Habighorst.


Die Fotos für diesen Blog wurden von mir im April 2018 gemacht.
Nachtrag 03.05.2025
Auf folgender Internetseite habe ich die Erwähnung über diesen Blog gefunden:
https://www.gutefrage.net/frage/was-passiert-mit-einem-dorf-wenn-es-komplett-unbewoht-ist
Der Inhalt ist:
„Von Experte rotesand bestätigt
Neugier4711
Deutschland, Deutschland, Österreich & Schweiz
vor 3 Tagen
Das ein Dorf vollständig freiwillig verlassen wird passiert in Deutschland extrem selten. Mir ist nur ein einziges Dorf in Niedersachsen bekannt, welches nicht in einem militätischen Sperrgebiet lag, nicht dem Bodenschätzeabbau (Braunkohle) im Weg stand etc. und dennoch verlassen wurde, obwohl es sogar an einer Bundesstraße sich befand mit Bushaltestelle.
Quarmühle https://www.komoot.com/de-de/highlight/5646832 war schon immer ein sehr kleiner unbedeutender Ort mit Mühle gewesen. Die Umgebung war sumpfig und mit Birkenwäldern bedeckt. In meiner Kindheit bestand der Ort nur noch aus zwei Häusern. Das eine war ein Restaurant mit Bootsverlei, um auf den kleinen See Tretboot fahren zu können und im anderen Haus wohnten die Betreiber der Gastwirtschaft. Die wenigen älteren Häuser waren schon weg und das Gasthaus war in den typischen Stil der 60er Jahre errichtet.
Heute hat tatsächlich die Natur das Gebiet zurück erobert, einschließlich dem ehemaligen Ruhlerhof, der mir vom Namen nicht einmal bekannt war https://ruhlerhof.de/2020/02/16/fundamentsreste-quarmuehle/ Noch viele Jahre stand das grüne Ortsschild Quarmühle an der Bundesstraße und in den Straßenkarten der frühen 80er Jahren war der schon nicht mehr existierende Ort immer noch eingetragen.“